Christi Himmelfahrt – mal anders!

Ja, es hat mich erwischt – ich bin mal wieder im Fieber!
Es ist Musik in meinen Ohren. Es ist mir ein inneres Blumenpflücken. Mein Lachen erfüllt den Raum und hin und wieder rollen ein paar Tränen aus Rührung, aus Mitgefühl, aus Freude.
In diesen Tagen der Corona-Krise ist das für mich wie ein Gottesdienst. Die gute Botschaft ist versteckt in den Texten, den harmonischen Tönen und den den magischen Momenten unter den Künstlern.  Es bietet mir eine Farbpalette der positiven Energie. Es zeigt das Leben in seiner ganzen Breite. Die Menschen sitzen zusammen, erzählen sich aus ihrem Leben. Ihre persönlichen Geschichten werden lebendig, wenn sie uns an ihren Höhen und Tiefen, an ihrer Freude und an ihrem Schmerz teilhaben lassen.
Das Leben besteht nicht aus Glitzer und Ruhm. Niemandem fällt etwas in den Schoß und der Erfolg kommt auch nicht von allein.
Ilse, Jan, Mo, Paddy, Lea, Max und Nico teilen ihre Songs miteinander und erzählen dabei ihre jeweils ganz eigenen Geschichten. Vereint auf einem Leedersofa in Südafrika erleben wir die Musiker von aus einer ganz neuen Perspektive. Die großen Themen des Lebens finden ihren Platz: Tod und Sterben, Flucht und Heimat, Angst und Hoffnung, Wünsche und Träume. Alles verpackt in lyrische Zeilen und berührenden Tönen. Menschen legen ihr Herzblut in die Schöpfung eines Anderen, um zu berühren, zu ehren, sich zu verbinden und mit Liebe anzufüllen.
Glaube und Hoffnung kommen zur Sprache. 

„Lay your weapons down!“ Ist ein Liedtitel von Ilse DeLange. Er fordert uns auf, die „Waffen“ nieder zu legen, einander mit Liebe und Respekt zu begegnen, einander im Blick zu behalten und nach dem Einzigartigen in jedem Einzelnen von uns zu suchen. Vor einer Diskussion konnte wir das im Anderen sehen, vor einem Streit war der Blick liebevoll – dahin wollen wir zurück!
Gerade in der jetzigen Zeit ist es für mich ein wunderbares Bild – in polarisierenden Zeiten wird der Versuch unternommen, Menschen auf die eine Seite zu ziehen um zu gewinnen und sich von der anderen, scheinbar gegensätzlichen Seite, abzuwenden. Der Blick in die Geschichte lehrt uns, dass die Wahrheit nie auf nur einer Seite zu finden ist, sondern sich aus verschiedenen Einzelheiten zusammensetzt. Das sie nicht auf einmal geschrieben, geprüft und gefunden ist, sondern dass wir Prozesse brauchen um ein Bild aus einzelnen Teilen zusammen zu fügen.
Ein Buch besteht nicht aus nur einer Seite, sondern aus vielen Einzelnen die zusammengefasst eine Geschichte erzählen.
Ich wünsche uns, dass wir in allen Diskussionen einander aufrecht und mit Respekt begegnen um das gemeinsame Ziel  nicht aus den Augen zu verlieren. 

Die Fernsehsendung – von der ich zu Beginn schrieb – heißt „Sing meinen Song – das Tauschkonzert“ und ist unter diesem Link zu finden:

https://www.tvnow.de/shows/sing-meinen-song-das-tauschkonzert-7007/staffel-7/episode-3-ilse-delange-3147866

Ich lade euch ein, lasst euch in die Wärme und Liebe dieses Abends entführen, tankt auf durch wunderbare Musik und die herzlichen und liebevollen Begegnungen an diesem Abend zwischen Ilse, Jan, Mo, Paddy, Lea, Max und Nico. 

Ich wünsche euch ein wunderschönes, verlängertes Wochenende…

Seid gesegnet!

Gottesdienste in der Nikodemuskirche

Ab dem 10. Mai 2020 feiern wir auch in der Nikodemuskirche wieder Gottesdienste.
Wir beten und hören Gottes Wort, es gibt Musik und eine Predigt.
Es ist noch etwas anders, als normalerweise – aber es ist Gottesdienst.

Immer Sonntags, um 09.30 Uhr in der Nikodemuskirche.
Genauere Infos finden Sie hier:

https://www.nikodemuskirche-nbg.de/regelung-zum-schutz-vor-dem-coronavirus-in-der-nikodemuskirche/

An Pfingsten, 31.5. und 1. Juni 2020 wird der Gottesdienst von Pfarrerin Kaplick gestaltet. Es geht um die Frage, was eine Blume, ein Windrad und ein Zündholz mit Pfingsten zu tun haben. Die Orgel spielt Frau Gruner.

Hier noch eine kurze Vorschau über die nächsten Gottesdienste:

7. Juni 2020  9.30h Pfarrerin Klever
14. Juni 2020 9.30h Prädikantin Pietzcker
21. Juni 2020 9.30h Pfarrerin Kaplick
28. Juni 2020 9.30h Pfarrer Langmann
5. Juli 2020 9.30h Pfarrerin Klever
12. Juli 2020 9.30h Prädikantin Pietzcker
19. Juli 2020 9.30h Pfarrer Langmann
26. Juli 2020 9.30h Pfarrerin Kaplick
2. August 2020 9.30h Pfarrerin Klever
9. August 2020 9.30h Pfarrerin Klever
16. August 2020 9.30h Pfarrer Langmann
23. August 2020 9.30h Pfarrerin Kaplick
30. August 2020 9.30h Pfarrerin Kaplick
6. September 2020 9.30h Pfarrerin Kaplick
13. September 2020 9.30h Prädikantin Pietzcker

Wir freuen uns auf Ihren Besuch,

das Team der Nikodemuskirche

Gottesdienst.zu.Fuß ab Ostersonntag

An diesem Wochenende ist Ostern! Die Häuser sind geputzt, die Eier gefärbt, die ersten Blumen strecken ihre Köpfe der Sonne entgegen.
Wir feiern Gottesdienst, dieses Jahr allerdings ein bisschen anderes als gewöhnlich.
Es ist wie schon letzte Woche ein „Gottesdienst.zu.Fuß“ für euch aufgebaut. Einige Familien machen sich einmal am Tag auf den Weg nach draußen und bewegen sich an der frischen Luft. Das nutzen wir,  indem wir den „Gottesdienst.zu.Fuß“ wieder anbieten.
Am Ostersonntag geht es weiter mit den Jesu-Geschichten rund um Ostern.
Es sind 5 Stationen und ihr könnt den „Gottesdienst.zu.Fuß“ an jedem Tag machen, nicht nur am Sonntag.
Er beginnt am Eingangsportal der Nikodemuskirche. 

Wichtig: Bitte achtet immer darauf, nur im Familienverbund unterwegs zu sein, den Kontakt zu anderen nur mit Winken zu gestalten und auf 1,5m Mindestabstand an den Stationen zu achten. DANKE!

Los geht es am Ostersonntag und der „Gottesdienst.zu.Fuß“ bleibt bis Samstag, 18. April für euch aufgebaut.

Lasst uns gerne im Anschluss einen Kommentar da 🙂 Liebe Grüße

Karfreitag

Das Leiden hat begonnen, durch den Verrat. Judas hat Jesus verraten.
Der Tod scheint das Ende. Die Schuld unendlich.
Die Würde bleibt.

Worte die verletzen. Worte die nicht gesagt werden sollten und wollten.
Taten die zerstören. Gesten die schmerzen.
Leere und Angst. Trauer und Wut. Lieblosigkeit.

Schuld erkennen. Benennen was war. Bereuen. Erkennen.
Um Hilfe bitten.
Auf offene Arme hoffen. Zumuten. 

Los lassen.
Ein Lied das hilft. Ein Lied das erzählt:

Vergebung ist Heilung – für beide Seiten. Für Opfer und Täter.
Schon im Kleinen passiert es uns, dass wir Worte sagen die wir nicht sagen wollen. Das wir anklagen, unerbittlich. Das wir laut werden, lauter als nötig. Das wir Unrecht tun an unserem Partner, unserer Partnerin, unseren Kindern, den Kollegen.
Gerade in der aktuellen Lage sind Situationen schneller überreizt, erhitzt, Worte fallen die nicht fallen sollen – der Druck wurde zu groß, der Dampf im Kessel brauchte ein Ventil.
Und dann ist es passiert.
Scham und  Hilflosigkeit haben nun die Oberhand – dann wenn der Druck raus ist.
Nun braucht es Heilung. Vergebung ist Heilung – Heilung der Seele.
Gott selbst ist dabei an unserer Seite. Er kennt uns, wir brauchen uns nicht zu verstecken.
Gott sieht uns.
Gott hofft auf Erkenntnis um eine Veränderung unseres Handelns zu bewirken.
Was ist passiert und was können wir nächstes mal anders machen?
Wie verändere ich meinen Anteil?
Wie trete ich verhalte ich mich das nächste mal friedlicher?
Um Vergebung bitten. Mein Gegenüber und mich selbst.
Gott ist bei uns beiden – hält unsere Würde geborgen in seinen Händen. 

Es tut gut – zu verzeihen und Vergebung zu erleben.
Wir brauchen nur zu bitten.
Gott hört zu.
Gott ist da.

Jetzt.

Die Würde bleibt!

Quelle: YouTube

An.Gedacht in der Anderen Zeit

Die „Andere Zeit“ ist ein festes Gottesdienstformat in unserer Kirchengemeinde. Heute trifft sich der Titel mit diesem Format ganz gut.

Andere Zeiten brauchen andere Taten und so haben wir für den Gründonnerstag etwas besonderes entwickelt.

„Das letzte Ma(h)l“
Gründonnerstag. Der heutige Tag, ist auf den letzten gemeinsamen Abend der Jünger mit Jesus zurück zu führen.
Jahrhunderte lange Traditionen haben sich um diesen Tag mit seiner Geschichte herum aufgebaut. Alleine die Namensgebung ist vielschichtig – vier verschiedene Mythen ranken sich darum. 

Er ist der erste Tage der nun folgenden viertägigen Osterfeierlichkeiten.
Traditionell feiern wir an diesem Tag gemeinsam Abendmahl in einem Gottesdienst.
Wir erinnern uns an den letzten Abend der Jünger mit „ihrem“ Jesus. Wir feiern das Abendmahl, wie Jesus es den Jüngern damals gezeigt hat.
Wir teilen Brot und Wein als Zeichen der Versöhnung, der Gemeinschaft, des Friedens und der Hoffnung.

In diesem Jahr ist das anders. Wir können nicht gemeinsam Gottesdienst feiern. Wir können nicht miteinander das Abendmahl teilen. Vielleicht haben wir aber gerade heute ein besonders großes Bedürfnis nach den vergangenen Wochen der sozialen Distanzierung. Vielleicht haben wir gerade heute das Gefühl, dass wir die Gemeinschaft, die entfernten Verwandten, die langjährigen Freunde mehr brauchen als zuvor. Vielleicht fällt es uns gerade heute besonders schwer, allein zu sein.

Unsere Idee: 

Deshalb habe ich mir folgendes überlegt. Wir könnten ein „Agape-Mahl“ (ein Abendessen der Nächstenliebe) ins Leben rufen, an dem jeder teilnehmen kann.

Was ein Agape-Mahl ist?
Es ist ein Essen in einer (virtuellen) Tischgemeinschaft, das darauf ausgelegt ist, bewusst miteinander zu essen und zu trinken. Neben dem leiblichen Wohl wird auch die Seele gestärkt. Indem man einander aufmerksam zuhört, sich Zeit nimmt für das Essen und für die Gespräche ist es etwas längeres Essen, das Leib und Seele nähren kann.

Wie das geht?
Zum einen bekommt ihr einen Leitfaden für die „Agapemahl-Feier“, zum anderen könnt ihr als  Familie oder mit Freunden über einen Video-Chat zum gemeinsamen Abendessen einladen.
Gerade wer allein zu Hause ist, ist dazu aufgerufen es auszuprobieren.
In manchen Reihenhaussiedlungen ist auch ein Agapemahl über den Gartenzaun hinweg möglich (gemeinsam am Gartenzaun essen – mit entsprechendem Mindestabstand).

Probiert es aus – habt Mut zu etwas „anderem“!
Ich bin mir sicher, es lohnt sich! 

Was ihr braucht?
Etwas zu Essen und zu trinken
Einen Partner/eine Partnerin (eben auch per Video-Chat).
Drei Kerzen (können auch Teelichter sein)
Den Psalm 23 für jeden um lesen.
Den Leitfaden: Agapemahl Gründonnerstag zum download
Wir wünschen viel Freude dabei und einen guten Abend!