Kain und Abel – oder: der erste Mord in der Bibel (Gottesdienst am 26.7.)

Gottesdienst am 26.7.2020 (7.Sonntag nach Trinitatis) mit Pfarrerin Eva Kaplick

Die Geschichten am Anfang der Bibel sind „Immer-Geschichten“. Sie beschreiben, wie es zugeht zwischen Menschen, unter Geschwistern, zwischen Mensch und Gott. Ich glaube, in jedem, in jeder von uns steckt ein Kain, der das Gefühl hat: Das Leben ist ungerecht. Und vor lauter Wut seinen Bruder tötet.

Die Geschichte ist eine Einladung, es anders zu machen als er.

„Coronauftritt“ unseres Posaunenchors

Vermittelt durch Pfr. Langmann haben wir am Sonntag vor Pfingsten bei den Senioren unseres Stadtteils gespielt. Mit notwendigem Abstand und im Freien waren es überwiegend die Mitglieder des Posaunenchores, die in einer Familie leben, die sogenannte „Coronabesetzung“ unserer ansonsten 15-köpfigen Mannschaft.

Unter der fröhlichen Begleitung von Pfrin Mayer-Thormaehlen haben wir in St. Elisabeth in der Nähe des REZ und in der Seniorenresidenz am Faberpark an vier unterschiedlichen Stellen bei Sonnenschein wohlvertraute Choräle, bekannte Volkslieder und schwungvolle Spirituals gespielt.

Der zum Teil hochbetagten Zuhörerschaft und uns Bläsern hat der musikalische Gruß sehr gut gefallen, so dass wir uns schnell einig waren, das Ganze bald zu wiederholen – muss ja hoffentlich nicht für immer nur in der „Coronabesetzung“ sein, auch andere Mitglieder unseres Posaunenchores sind nämlich gerne dazu bereit.…

C. Stocker für den PC Nikodemus

neue Musik vom Posaunenchor

Der Posaunenchor der Nikodemuskirche mit Instrumenten hinter dem Altar

In dieser für uns alle so ungewöhnlichen Zeit haben wir Bläser versucht, trotz räumlicher Trennung miteinander in Verbindung zu bleiben, da u.a. gemeinsame Proben leider noch nicht möglich sind. So haben wir in den vergangenen Wochen 3 weitere Stücke eingespielt, die unser Trompeter Dr. Stephan Rother zu den nun vorliegenden Videos arrangiert hat. Das Besondere dieses Mal ist unser „special guest“ Florian Bergthold. Vielen Dank nochmals auch an dieser Stelle, dass er so schwungvoll mit seinem Schlagzeug eingestiegen ist.

Mit guten Wünschen und lieben Grüßen,

der Posaunenchor Nikodemus

Dieses Mal ist es nicht nur ein Video, sondern gleich drei. Wir wünschen viel Spaß beim anschauen!

 

Lautloses Leid – Ausstellung in der Nikodemuskirche

In der Nikodemuskirche wird die Ausstellung „Lautloses Leid“ von Corinna Maron wieder eröffnet.

Zu entdecken sind 10 Frauenportraits aus Krisengebieten der Welt.

Am Mittwoch, 17. Juni um 19.30 Uhr laden wir zu einer Andacht mit anschließender Führung  durch die Ausstellung „Lautloses Leid“ mit der Künstlerin Corinna Maron, ein.

Impulsgeber :
„Frauenhandel – Zwangsheirat in Deutschland (k)ein Thema?“
Marlene Gries und Davina Schmid von jadwiGa (Fachberatungsstelle für Betroffene von Menschenhandel) sind als Gäste dabei. 

„Gewalt gegen Frauen – ein globales Problem“ Gisela Voltz( Mission Eine Welt) anschl. Diskussion

Einen kleinen Eindruck kann man bereits unter folgendem Link gewinnen: http://www.comarone.de

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Herzliche Grüße Eva Kaplick

Christi Himmelfahrt – mal anders!

Ja, es hat mich erwischt – ich bin mal wieder im Fieber!
Es ist Musik in meinen Ohren. Es ist mir ein inneres Blumenpflücken. Mein Lachen erfüllt den Raum und hin und wieder rollen ein paar Tränen aus Rührung, aus Mitgefühl, aus Freude.
In diesen Tagen der Corona-Krise ist das für mich wie ein Gottesdienst. Die gute Botschaft ist versteckt in den Texten, den harmonischen Tönen und den den magischen Momenten unter den Künstlern.  Es bietet mir eine Farbpalette der positiven Energie. Es zeigt das Leben in seiner ganzen Breite. Die Menschen sitzen zusammen, erzählen sich aus ihrem Leben. Ihre persönlichen Geschichten werden lebendig, wenn sie uns an ihren Höhen und Tiefen, an ihrer Freude und an ihrem Schmerz teilhaben lassen.
Das Leben besteht nicht aus Glitzer und Ruhm. Niemandem fällt etwas in den Schoß und der Erfolg kommt auch nicht von allein.
Ilse, Jan, Mo, Paddy, Lea, Max und Nico teilen ihre Songs miteinander und erzählen dabei ihre jeweils ganz eigenen Geschichten. Vereint auf einem Leedersofa in Südafrika erleben wir die Musiker von aus einer ganz neuen Perspektive. Die großen Themen des Lebens finden ihren Platz: Tod und Sterben, Flucht und Heimat, Angst und Hoffnung, Wünsche und Träume. Alles verpackt in lyrische Zeilen und berührenden Tönen. Menschen legen ihr Herzblut in die Schöpfung eines Anderen, um zu berühren, zu ehren, sich zu verbinden und mit Liebe anzufüllen.
Glaube und Hoffnung kommen zur Sprache. 

„Lay your weapons down!“ Ist ein Liedtitel von Ilse DeLange. Er fordert uns auf, die „Waffen“ nieder zu legen, einander mit Liebe und Respekt zu begegnen, einander im Blick zu behalten und nach dem Einzigartigen in jedem Einzelnen von uns zu suchen. Vor einer Diskussion konnte wir das im Anderen sehen, vor einem Streit war der Blick liebevoll – dahin wollen wir zurück!
Gerade in der jetzigen Zeit ist es für mich ein wunderbares Bild – in polarisierenden Zeiten wird der Versuch unternommen, Menschen auf die eine Seite zu ziehen um zu gewinnen und sich von der anderen, scheinbar gegensätzlichen Seite, abzuwenden. Der Blick in die Geschichte lehrt uns, dass die Wahrheit nie auf nur einer Seite zu finden ist, sondern sich aus verschiedenen Einzelheiten zusammensetzt. Das sie nicht auf einmal geschrieben, geprüft und gefunden ist, sondern dass wir Prozesse brauchen um ein Bild aus einzelnen Teilen zusammen zu fügen.
Ein Buch besteht nicht aus nur einer Seite, sondern aus vielen Einzelnen die zusammengefasst eine Geschichte erzählen.
Ich wünsche uns, dass wir in allen Diskussionen einander aufrecht und mit Respekt begegnen um das gemeinsame Ziel  nicht aus den Augen zu verlieren. 

Die Fernsehsendung – von der ich zu Beginn schrieb – heißt „Sing meinen Song – das Tauschkonzert“ und ist unter diesem Link zu finden:

https://www.tvnow.de/shows/sing-meinen-song-das-tauschkonzert-7007/staffel-7/episode-3-ilse-delange-3147866

Ich lade euch ein, lasst euch in die Wärme und Liebe dieses Abends entführen, tankt auf durch wunderbare Musik und die herzlichen und liebevollen Begegnungen an diesem Abend zwischen Ilse, Jan, Mo, Paddy, Lea, Max und Nico. 

Ich wünsche euch ein wunderschönes, verlängertes Wochenende…

Seid gesegnet!

Gottesdienste in der Nikodemuskirche

Ab dem 10. Mai 2020 feiern wir auch in der Nikodemuskirche wieder Gottesdienste.
Wir beten und hören Gottes Wort, es gibt Musik und eine Predigt.
Es ist noch etwas anders, als normalerweise – aber es ist Gottesdienst.

Immer Sonntags, um 09.30 Uhr in der Nikodemuskirche.
Genauere Infos finden Sie hier:

https://www.nikodemuskirche-nbg.de/regelung-zum-schutz-vor-dem-coronavirus-in-der-nikodemuskirche/

An Pfingsten, 31.5. und 1. Juni 2020 wird der Gottesdienst von Pfarrerin Kaplick gestaltet. Es geht um die Frage, was eine Blume, ein Windrad und ein Zündholz mit Pfingsten zu tun haben. Die Orgel spielt Frau Gruner.

Hier noch eine kurze Vorschau über die nächsten Gottesdienste:

7. Juni 2020  9.30h Pfarrerin Klever
14. Juni 2020 9.30h Prädikantin Pietzcker
21. Juni 2020 9.30h Pfarrerin Kaplick
28. Juni 2020 9.30h Pfarrer Langmann
5. Juli 2020 9.30h Pfarrerin Klever
12. Juli 2020 9.30h Prädikantin Pietzcker
19. Juli 2020 9.30h Pfarrer Langmann
26. Juli 2020 9.30h Pfarrerin Kaplick
2. August 2020 9.30h Pfarrerin Klever
9. August 2020 9.30h Pfarrerin Klever
16. August 2020 9.30h Pfarrer Langmann
23. August 2020 9.30h Pfarrerin Kaplick
30. August 2020 9.30h Pfarrerin Kaplick
6. September 2020 9.30h Pfarrerin Kaplick
13. September 2020 9.30h Prädikantin Pietzcker

Wir freuen uns auf Ihren Besuch,

das Team der Nikodemuskirche

Die Osternacht 2020

„Bleibet hier und wachet mit mir! Wachet und betet! Wachet und Betet.“
Jesus bat seine Jünger darum ihn nicht allein zu lassen. Bei ihm zu bleiben! 

Das Osterfeuer lädt uns ein genau das zu tun. In der Erwartung zu bleiben, dass die Gewalt nicht das letzte Wort, warten wir…


Der Morgen bricht an – das Leben kehrt zurück!

Mit Hoffnung und Freude haben wir auf die Botschaft gewartet:

Der HERR ist auferstanden! Halleluja!

Jesus hat es geschafft. Er hat den Tod und die Gewalt besiegt. Jesus ist auferstanden von den Toten – er hat mit Liebe gehandelt und damit die Prophezeiung erfüllt!
Er hat nicht zur Gewalt aufgerufen um sich zu wehren. Jesus hat von seinem Glauben, seiner Überzeugung nicht abgelassen. Er ließ sich nicht einschüchtern, er stand zu dem was wer sagte. Er ergriff nicht die Flucht und  wählte keinen Ausweg.
Jesus wählte den Weg der FREIHEIT und der VERANTWORTUNG. Er hat den letzten, wichtigen und endgültigen Schritt vollzogen – er hat dem Tod und der Gewalt die Macht genommen.
Er hat der LIEBE die Macht gegeben.
Auch nach seinem Tod, durch die Auferstehung wirkt Jesus weiter – bei den Frauen am Grab, bei seinen Jüngern, HEUTE – bei uns.
Die frohe Botschaft Jesu wird weiter getragen, sie verliert nicht, sondern gewinnt jeden Tag aufs Neue:
„Liebe deinen Gott von ganzem Herzen, liebe deinen Gegenüber und Dich selbst!“
Diese Botschaft ist das zentrale Gebot Jesu! Und die Liebe begegnet uns in so vielen Momenten des Lebens – hört selbst:

Das Osterfest ruft uns dazu auf,  der Liebe die Macht zu geben!
Es zeigt uns, dass wir allein der Liebe vertrauen können und im Vertrauen darauf nach den Maßstäben der Liebe zu handeln:
Gutmütig zu sein, genau hinzuhören, aufmerksam zu beobachten, Nachsichtig zu sein, Frieden zu stiften, an einandern zu glauben, zu beschützen was besonders ist, zu verzeihen, großzügig zu sein, zu geben und zu empfangen, leben und zu lieben!

In diesem Sinne ein gesegnetes, liebevolles und Sinn stiftendes Osterfest 2020!

Alles Liebe – Ihre/Eure Tina Höpfner, Diakonin

 

Oster-Special-Impro von Enrique Gulin

…seit ein paar Jahren immer ein Bestandteil des Osternachtgottesdienstes in der Nikodemuskirche gewesen – dieses Jahr leider wegen den Beschränkungen nicht möglich – deswegen eine kleine Oster-Special-Impro

Osterandacht aus der Nikodemuskirche

In dieser besonderen Zeit gibt es an Stelle eines feierlichen Ostergottesdienstes eine kurze Andacht von vertrauter Stelle am Altar der Nikodemuskirche.

Das seit Aschermittwoch geschlossene Altarbild ist wieder geöffnet, der Blick auf Jesus und den Heiligen Geist ist wieder unverstellt.
Die Osterkerze wird entzündet.
Pfarrerin Kaplick spricht eine kurze Andacht und spendet Segen.
Vera Gruner begleitet an der Orgel.

Wir hoffen, dass wir Ihnen an diesem Ostersonntag dadurch ein kleines bisschen von der Nähe und Vertrautheit vermitteln können, die wir alle zur Zeit schmerzlich vermissen.

Ein frohes und gesegnetes Osterfest Ihnen allen!
Seien Sie behütet!

Christus ist auferstanden – Er ist wahrhaftig auferstanden!

Lieder
  • Auf, auf, mein Herz, mit Freuden – EG 112
  • Christ ist erstanden – EG 99
  • Er ist erstanden, Halleluja – EG 116