Wichtige Tipps gegen den Lagerkoller

Aktuell ist Corona das Thema NR. 1 in unserer Welt. Die Medien sind voll davon und ein großer Teil unserer Gespräche dreht sich darum. Wir erleben Unsicherheit und wissen sehr oft nicht, wie wir die vielen Informationen einordnen sollen. Wenn wir, als Erwachsene, das schon nicht wissen, wie muss es dann erst den Kindern gehen. Auch sie hören unsere Gespräche, sie spüren die Unsicherheit und können die Situation noch schlechter einschätzen. Sie machen sich Sorgen um ihre Großeltern und sind in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt. Freunde können sie nicht mehr treffen und zuhause ist der gewohnte Ablauf, der ihnen Sicherheit gegeben hat, plötzlich auch ganz anders. Und die Aufgaben der Schule stehen wie ein großer Berg vor den Kindern. Oder sie sind unterfordert und langweilen sich. So unterschiedlich Kinder sind, so unterschiedlich gehen sie mit dieser neuen Situation um. Wir möchten Ihnen hier Tipps geben, wie Sie Ihren Kindern helfen können, gut durch diese Krise zu kommen.

  • Schaffen Sie Gelegenheiten mit Ihrem Kind über seine Gefühle zu reden.
    Das kann bei einer gemeinsamen Mahlzeit sein, abends beim zu Bett gehen oder bei einem gemeinsamen Spaziergang. Fragen Sie: Wie geht’s dir heute? Was ist für dich schwer? Was gefällt dir? Vielleicht kann die ganze Familie daraus ein Abendritual machen, bei dem der vergangene Tag reflektiert wird. Lassen Sie die Ängste zu und zeigen Sie Verständnis. Akzeptieren Sie, wenn Ihr Kind nicht darüber reden will. Gerade ein Ritual, bei dem die ganze Familie mitmacht, kann helfen sich irgendwann doch zu öffnen. Für die, die sich schwer tun über ihre Gefühle zu reden, hilft vielleicht auch eine Pinnwand, auf der man schreiben kann, wie es einem geht. Als Christen wissen wir, dass wir unsere Sorgen zu Gott bringen dürfen. Beten Sie zusammen für Menschen, die Ihnen am Herzen liegen.

    • Idee einer Mama: Wir schreiben jeder Abend eine Sache auf, für die wir dankbar sind. Am Ende der Woche sucht jeder eine Sache davon aus, die ihm, ihr am wichtigsten ist und dann hängen wir diese in der Wohnung z.B. an einer Schnur auf. Unsere Kleine darf Zettel schneiden, weil sie es noch nicht versteht.
    • Idee von Kirche kunterbunt: Ein abendliches Ritual für die Familie – das Hoffnungsfenster!
      Gestaltet am späten Nachmittag mit Fensterfarben ein fröhliches Fenster und stellt eine Kerze am Fenster auf. Wenn es dämmert, versammelt ihr euch alle am Hoffnungsfenster, zündet die Kerze an und sprecht gemeinsam ein Gebet, z.B. Guter Gott, du bist unsere Hoffnung. Du bis jetzt hier bei uns und auch bei unseren Freundinnen und Freunden und unserer Familie in ihren Häusern heute. Besondern erinnern wir uns daran, dass du auch bei … (hier Namen von Freuden und Familie einfügen) bist. Danke, Jesus, du Licht für die Welt. Amen.
  • Ermutigen Sie Ihr Kind Informationen zu hinterfragen.
    Aktuell werden so viele Halbwahrheiten weitergegeben und je länger sie unterwegs sind, um so wahrer erscheinen sie.
  • Geben Sie dem Tag eine Struktur
    Strukturen bieten Halt. Erarbeiten Sie mit den Kindern zusammen einen Tagesablauf. Gemeinsame Mahlzeiten, Zeiten für die Schulaufgaben, Spaziergänge, Bildschirmzeiten. Das heißt nicht, dass jede Stunde durchgeplant werden muss. Zwischendrin muss auch Zeit zum Selbergestalten und allein sein bleiben. Übrigens: Langeweile ist nicht schädlich. Kinder dürfen sich auch mal langweilen, weil sie in dieser Zeit ihre eigene Kreativität entdecken können. Vom Alter abhängig können Kinder auch Aufgaben im Haus übernehmen. Sie erleben dabei: wir halten zusammen und schaffen gemeinsam was. Und nach getaner Arbeit das Loben nicht vergessen.
  • Bewegung an der frischen Luft
    Glücklicherweise ist es nicht verboten, das Haus zu verlassen, wenn man auf die gebotenen Sicherheitsregeln achten muss (Abstand und nur Personen aus dem eigenen Haushalt gemeinsam). Wer keinen Garten hat, kann einen Spaziergang im Wald machen.
  • Gemeinsam was Schönes machen
    Jedes Familienmitglied darf sich eine gemeinsame Aktion wünschen. Das kann ein schöner Film (s. Filmtipps 1, 2, 3) sein, den man zusammen anschaut (vielleicht sogar mit Popcorn oder Chips) oder ein Spiel. Oder wie wäre es sich gegenseitig ein Buch vorzulesen? Was Leckeres kochen oder backen. Vielleicht fällt Ihnen etwas ein, wie Sie anderen Menschen eine Freude bereiten können (jemanden einen Brief schreiben).
  • Mit Humor geht alles leichter
    Verlieren Sie Ihren Humor nicht und sehen Sie nicht alles zu eng. Ihr Kind wird sich nach Corona nicht daran erinnern, ob es alle Schulaufgaben geschafft hat, sondern, wie es sich in dieser Zeit gefühlt hat.

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