Filmtipp: Honig im Kopf

„Hab ich vergessen – warum?“ 

Es ist kein leichtes Thema: Das älter werden! Und damit meine ich nicht die frage ob man seinen 15. oder seinen 16. Geburtstag feiert. Viel mehr geht es um das fortgeschrittene Altern der Ü 60-jährigen.
Ältere werden bezeichnet vor allem die Zeit des letzten Lebensabschnitts. Für viele von uns mit der Vorstellung der Rente verbunden. Für manche auch mit der Vorstellung grau und faltig zu sein, die ein oder anderen Gebrechen zu haben. Wer kenn sie nicht, die Sätze der Senioren: „Mei, des ist nimmer so wie früher.“, oder „Im Altern gehts halt nimmer so dolle!“.
Und doch ist „älter werden“ nicht so für alle gleich. Der eine 60-jährige Pensionär fährt mit seinem Rennrad noch Alpenüberquerungen und im Jahr 2015 liefe die 92-jährige Harriette Thompson den Rock ´n´Roll Marathon und war damit die älteste Marathonläufern der Welt. Zur selben Zeit ist eine Frau mit 70 aufgrund ihrer Vorerkrankungen nicht mehr ohne Sauerstoffgerät überlebensfähig und der dritte Herzinfarkt des Großvaters überschattet das nächste Osterfest.

Das Älterwerden hat 1000 Gesichter und noch viel mehr, individuelle Geschichten.
Eine Geschichte wird mit dem Film „Honig im Kopf“ von 2014 erzählt. Der Schauspieler und Regisseur Til Schweiger hat sich einem schwierigen Thema angenommen: der Demenz und ihre Auswirkungen. Ein vielschichtiges und schwer zu durchsausendes Krankheitsbild, das fast ausschließlich bei Senioren diagnostiziert wird und die Betroffenen und auch die angehörigen Familienmitglieder auf einen besonderen Weg schickt.
Der Film wirft unter anderem auch die Frage auf, wie wir mit „den Alten“ unserer Gesellschaft umgehen, wie wir sie wahrnehmen, wo ihr Platz ist und mit welchem Blick wir sie betrachten. 

Der Film zeigt in meinen Augen gut, welche Herausforderungen mit der Krankheit Demenz auf einen Großfamilie zukommen, wie wichtig die Liebe und das Verständnis für den Betroffenen aber auch für alle anderen ist. Ebenso zeigt er auf, dass es Grenzen gibt und Unterstützung nötig ist. Vor allem zeigt der Film aber, dass Humor ein Schlüsselzugang zu diesen Fragestellungen sein kann. Das wir als junge Generation ein Auge auf „unsere“ Senioren haben müssen – denn wir benötigen uns gegenseitig, um voneinander zu lernen und einen zu unterstützen! 

Ich gebe euch also heute die Filmempfehlung: „Honig im Kopf“. Ein Film der einen auf komische weiße gleichzeitig zum lachen und weinen bringt. Der es schafft, dass wir nachdenken über das Leben und seinen Sinn.
Ich wünsch euch ein schönes Filmerlebnis – gerne auch in der gesamten Familie! 

Eure Tina Höpfner

PS: Alle großen Anbieter (Netflix und Co) streamen den Film aktuell! 

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