Weihnachtsgrüße von Pfarrer Armin Langmann

Frohe Weihnachten!

„Wir müssen uns beeilen, sagte Josef zu Maria. Der Intercity nach Jerusalem kommt gleich. Hoffentlich streiken nicht die Taxifahrer. In Nazareth geht’s wieder zu, wie in Nürnberg am Freitag-Nachmittag!“

Als sie eine halbe Stunde später im ICE “MARTIN- LUTHER“ sitzen, der wesentlich weniger ruckelt, als ein Eselsbuckel, meint 
Maria: „Schön , dass DU für uns das >König David Spa< in Bethlehem reserviert hast. Im Geburtsvorbereitungskurs haben einige davon sehr geschwärmt. Die Entspannung wird mir guttun – und dann kann unser Prinz kommen!“

„Ich hab‘ schon die ganze Zeit die Händel-Musik dazu im Ohr, fährt Josef fort. Ich hab‘ davon eine prima Aufnahme von einem Posaunenchor aus Nürnberg – St. Matthäus unter der Leitung von Andi König „My prince will come“ Toll!“

Maria: „Im Bethlehem-Blog hab ich gelesen, dass sie dort eine topmoderne Entbindungsklinik gebaut haben und eine sanfte Geburt zum Wunschtermin anbieten. Weihnachten wäre doch ein super Termin für unseren Kleinen!“

Josef: „Ja und Geburtsort Bethlehem wäre natürlich auch fantastisch. Wenn in deinem Ausweis steht, dass Du aus „Davids-Stadt“ kommst… das hat doch was!“

Maria: Also, von mir aus bleiben wir ein paar Tage länger und machen die Geburt gleich dort!

Josef: „Sie haben dort auch ein Hirtenfeld mit echten Schafen. Am Eingang kannst Du dir eine Appherunterladen, auf der der Psalm 23 in allen Sprachen der Welt verfügbar ist. „Mir wird nichts mangeln“ – das ist ja wirklich ein Thema, das uns auf der ganzen Welt beschäftigen muss: gerade jetzt, wo die Leute in Kurzarbeit oder auf der Flucht sind, oder so viel Arbeit haben, dass sie ihren Lohn gar nicht genießen können. Jeder will ein großes Stück von dem Kuchen abbekommen, der gerade verteilt wird.“

Maria: Du hast Recht, Josef, die Kinder der Welt schreien in die Nacht des Elends! Die meisten haben nicht das Glück, dass ihnen jemand eine Kiste mit Kleidern oder Spielsachen oder sonstigen schönen Geschenken vorbei bringt. Und die andern, die schon das dritte I-phone haben und die weißen stylischen airline-Kopfhörer – die würden doch niemals mit ihnen teilen oder ihnen etwas abgeben!

Josef: Die Kinder der Welt weinen, weil die Erwachsenen die Welt nicht mit Frieden und Gerechtigkeit organisieren, sondern mit Lug und Trug – der irgendwann ja doch herauskommt, wie bei den Autos der Abgasskandal!

Maria: In den Köpfen der Leute ist eine andere Pandemie längstens da, ein Virus, der immer mehr ansteckt, dass man meint, man käme zu kurz und kriege zu wenig. Dagegen müsste man ein Mittel finden!

Josef: Das Mittel gibt es schon seit einiger Zeit. Es heißt: FEN. Fürchtet euch nicht! Wir verkünden euch große Freude, die aller Welt widerfahren wird, denn euch ist der Heiland geboren, Christus, der Herr, in der Stadt Davids!“

Maria: „Unser Sohn, Josef, sagt Maria leise. Wir wollen ihn Jesus nennen, den Helfer!
Hör doch, die Angels-Band ist auch schon am Üben. Die sind richtig fetzige Rock-Rapper, nicht so süßliche Weihnachtsdudler.

Angels-Band:

„In einem alten Schuppen, in Bethlehem,
da gab es keine Puppen. Es war dort unbequem. In Stroh, musst man den betten,
der doch die Welt sollt retten.
Ein Prinz, ein großer König,
der kommt und hat so wenig
an Prunk und Macht und Glanz, –
braucht keine Weihnachtsgans!
Er rettet uns aus Liebe,-
nein, nicht mit Größenwahn.
Dass uns die Zukunft bliebe,
weil er‘s für uns getan!“ (AL,2020)

Weihnachten bringt Gedanken des Friedens und der Hoffnung in Wohnungen, Häuser und Herzen.

Dieses Jahr ist vieles anders. Besinnen wir uns auf das, was wirklich wichtig ist! Frohe Weihnachten!

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